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China subventioniert umweltfreundliche Fahrzeuge

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useyourbrain
Mitglied
#1 ° Gesendet: 02.06.2010 09:01
Hier nachzulesen:
http://www.nzz.ch/nachrichten/wirtschaft/aktuell/china_subventioniert_ elektro-_und_hybridautos_1.5851189.html

China ist weiss Gott nicht an der Spitze, wenn es um umweltschonende Ökonomie geht.
Aber diese Neuigkeit lässt aufhorchen. Gibt es in Europa eigentlich ähnliche Subventionen? Und wenn nein, warum nicht?
Gibt es in der Schweiz auch Subventionen (sprich: Verkehrssteuererlass) für Menschen, die sich ein umweltfreundliches Fahrzeug zulegen?
Loser
Mitglied
#2 ° Gesendet: 02.06.2010 16:17
China subventioniert auch Firmen, die mit Umwelttechnik im Geschäft sind.
cse
Mitglied
#3 ° Gesendet: 03.06.2010 20:40
useyourbrain:
Gibt es in der Schweiz auch Subventionen (sprich: Verkehrssteuererlass) für Menschen, die sich ein umweltfreundliches Fahrzeug zulegen?

Ich bekomm auch keine Subventionen für meine abgelaufenden Schuhsohlen, auch nicht für den Ersatz eines abgefahrenen Velopneus.

Noch vor wenigen Jahren war ganz China mit dem Velo unterwegs. Und jetzt soll die Subvention von umweltfreundliche Fahrzeuge (was ja nur Autos meint) ein Fortschritt sein?

Je mehr Mobilität desto fortschrittlicher?
felixkohl
Mitglied
#4 ° Gesendet: 03.06.2010 22:23 ° Bearbeitet von: felixkohl
@useyourbrain

Es ist symptomatisch wie wenige "Poster" auf Deinen guten Input reagieren.

China ist längst kein Schwellenland mehr - sondern ein internationaler Bigplayer.
Die Chinesen werden uns (Europäer und USA) auf vielen Gebieten überholen - auch in der Umwelttechnik.
Die Chinesen orientieren sich übrigens nicht nur an Europa oder die USA sondern auch an die Japaner. Und letztere haben längst bewiesen, dass sie um neue Standards (auch beim Bau von energiesparenden Fahrzeugen) niemals verlegen sind.

Europa schlaf und träum schön weiter.

p.s. Nicht mehr ganz aktuell aber sehr spannend: "Herausforderung China" von Wolfgang Hirn.
gumbyman
Mitglied
#5 ° Gesendet: 04.06.2010 00:43
China und Indien haben einige markante Unterschiede zu Europa und USA: z.B. keine "traditionelle" Auto-Industrie und deswegen auch kaum Pfründen in der Hinsicht. Ausserdem keine Chance, jemals die Mobilitäts-Geschichte des Westens nachzuvollziehen: Würde die chinesische und indische Bevölkerung so mobilisiert wie der Westen, würde sich die Fahrzeugflotte auf einen Schlag vervielfachen. der (eh schon knappe) Treibstoff würde hinten und vorne nicht mehr reichen, bzw. die Preise in den Himmel steigen. Nix mit Mobilität für alle, höchstens noch für die Reichen.

Sie tun deshalb gut daran, die "Nur-Verbrennungsmotor-Ära" möglichst rasch hinter sich zu lassen und sich gleich zukunftsträchtigeren Technologien zu widmen, um dereinst ein ähnliches Lebensstandard- und Mobilitäts-Niveau zu erreichen wie der Westen. Die chinesische Regierung weiss das natürlich auch, und weil sie ziemlich weitgehende Machtbefugnisse hat, handelt sie auch entsprechend. Was in diesem Fall (nachhaltige Entwicklung der Volkswirtschaft) wohl mehr Vor- als Nachteile hat.

Der Westen wird dies, allerdings eher ökonomisch gesteuert, früher oder später ebenfalls nachvollziehen. Erste Anzeichen sind bereits erkennbar, wenn auch noch zu verhalten.

g.
felixkohl
Mitglied
#6 ° Gesendet: 04.06.2010 22:26
@gumbyman

Die chinesische Regierung weiss das natürlich auch, und weil sie ziemlich weitgehende Machtbefugnisse hat, handelt sie auch entsprechend

Richtig. Die Regierung Chinas ist m.E. mehr ene technokratische (im weitesten Sinne des Wortes) als eine ideologische.
Man kann zu ihr stehen wie man will. Wenn aber eine rasche Entscheidung fällt, läufts meistens "ganz schnell".

Währenddem verlieren sich die europäischen Regierungen im Parteien-Hickhack (siehe aktuelle Schweizerpolitik).
Loser
Mitglied
#7 ° Gesendet: 04.06.2010 22:38
http://www.betterplace.com/

Ausgerechnet bei den pöhsen Israelis.......
useyourbrain
Mitglied
#8 ° Gesendet: 07.06.2010 17:46
gumbyman:
Sie tun deshalb gut daran, die "Nur-Verbrennungsmotor-Ära" möglichst rasch hinter sich zu lassen und sich gleich zukunftsträchtigeren Technologien zu widmen, um dereinst ein ähnliches Lebensstandard- und Mobilitäts-Niveau zu erreichen wie der Westen

Ich fürchte, die Sache ist nicht ganz so einfach:
China und auch Indien können problemlos den Dingen ihren Lauf lassen, denn wenn das Öl knapp wird, ist es nicht ausschliesslich das Problem von China, sondern der ganzen Welt.
Und ich glaube auch kaum, dass die chinesische oder die indische Regierung ein grösseres Interesse daran haben, die Mobilität nicht nur den Reichen zugänglich zu machen, als die europäischen Gremien.
Ich glaube eher, dass Amerika in ihren protektoristischen Traum gefangen und Europa von ihrer administrativen Flut gelähmt ist.
Länder wie China und Indien machen sich dies zu Nutze, denn: sind sie erst einmal Marktplayer für ökologische Fahrzeuge (sowohl auf der Nachfrage- wie auch auf der Angebotsseite), wird man sich im Westen die Zähne ausbeissen.
khale
Mitglied
#9 ° Gesendet: 07.06.2010 18:23
Vielleicht subventionieren sie den Bau von umweltfreundlichen Autos nicht aus Umweltschutzgründen. Vielleicht haben sie einfach erkannt, dass dies ein zukunfts - und gewinnträchtiger Industriezweig ist. In ein paar Jahren werden sie dann in diesem Sektor zu den weltweit führenden Nationen gehören und mächtig Kohle machen.
gumbyman
Mitglied
#10 ° Gesendet: 08.06.2010 00:49
useyourbrain:
China und auch Indien können problemlos den Dingen ihren Lauf lassen, denn wenn das Öl knapp wird, ist es nicht ausschliesslich das Problem von China, sondern der ganzen Welt

Ja aber das ist nicht das Problem: Knappes Öl gleich sauteures Öl und damit kein Business-Case für die einheimische Auto-Industrie, die also auf ihren Autos sitzenbleiben würde, da sie keiner kaufen bzw. fahren kann/will. Wenn diese hingegen langfristig günstige Mobilität versprechen, dann sieht's anders aus.

useyourbrain:
glaube auch kaum, dass die chinesische oder die indische Regierung ein grösseres Interesse daran haben, die Mobilität nicht nur den Reichen zugänglich zu machen

Gleiches Problem, anderer Aspekt: Es geht darum die Massen zu mobilisieren weil das Stückzahlen und damit Umsatz und Gewinn bringt, nicht weil es "gerecht" wäre oder so. Mit ein paar Rolls-Royce pro Jahr können keine Arbeiter-Scharen beschäftigt werden ;-)

useyourbrain:
Marktplayer für ökologische Fahrzeuge (sowohl auf der Nachfrage- wie auch auf der Angebotsseite), wird man sich im Westen die Zähne ausbeissen

Genau. Der Westen ist bei diesen Technologien nicht (wesentlich) weiter als China und Indien; anders bei "konventionellen" Autos, da sind sie weit hintendrein und müss(t)en erst mal tüchtig aufholen.

khale:
Vielleicht haben sie einfach erkannt, dass dies ein zukunfts - und gewinnträchtiger Industriezweig ist. In ein paar Jahren werden sie dann in diesem Sektor zu den weltweit führenden Nationen gehören und mächtig Kohle machen.

Das passt genau ins Bild, ja.

btw: mit BYD und Reva (neuerdings will auch Tata dahin) gibt es bereits mindestens zwei sehr ernsthafte Hersteller aus China/Indien, und bezüglich Batterie-Technologie/-Herstellung spielt die Musik sowieso in Asien.

g.
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