Bünzli:
Entschuldigung aber Käufer eines Elektroautomobils nehmen die Geschwindigkeitsbegrenzung von "nur" 129km/h in Kauf wenn sie dafür ein Reichweitenplus von 160 km bekommen, also statt 60 km 220 km elektrisch fahren können mit eine Ladung - auch in Deutschland.
Das ist nicht der Punkt. Die 129 vs. 160km/h kommen von der anders gemachten Antriebsauslegung (Asynchron- vs. Synchronmotor und andere Übersetzung). Die Reichweite hat rein gar nichts damit zu tun, sondern nur mit der Grösse und dem Preis (!) der Batterie. Die war beim EV1 prohibitiv, sozusagen.
Man muss dazu wissen:
- der (Durchschnitts-) Käufer kauft das Auto nach seiner Maximal-Anforderung. Also Grossraumlimousine, wenn er einmal pro Jahr mit Kind und Kegel und Gepäck in die Ferien fährt.
- der (unerfahrene) EV-Fahrer hat immer eine Heidenangst, dass er irgendwann mit leerer Batterie liegenbleibt, keine Steckdose in der Nähe, und wenn doch dann muss er Stunden warten bis die Batterie geladen ist. Was natürlich so nicht stimmt, weil der erfahrene EV-Fahrer seine Fahrten schon unbewusst so plant dass das nicht passiert.
- die Reichweite ist nie gross genug. Es findet sich immer ein Fall, wo man noch weiter fahren will als die Batterie erlaubt - eben z.B. in die Ferien nach Spanien. Und dann hilft ein kleiner Benziner zur Stromerzeugung ungleich mehr als eine 100kg grössere Batterie, weil man das benötigte Benzin an jeder Tankstelle in 5 Minuten nachfüllen kann. Ergibt praktisch "unendliche" Reichweite.
Bünzli:
Der Opel Ampera ist übrigens der "schlechter" gemachte EV1.
Nein, der Opel Ampera ist der Chevy Volt mit Opel-Abzeichen. Gehören ja beide zu GM. Die Klasse wird übrigens als "EREV" also "extended range electric vehicle" bezeichnet, wohingegen das EV1 ein reines Batterie Fahrzeug (BEV) war. Zwar ein tolles Stück Technik, aber als Zweisitzer mit wenig Stauraum definitiv kein Familienfahrzeug. Im Gegensatz zum Ampera/Volt.
Die Idee ist bestechend einfach und logisch: für den täglichen Pendlerverkehr reichen 60km allemal, die kann ich also elektrisch zurücklegen, tagein tagaus, das ganze Jahr. Für den Ausflug zu Oma und wieder heim, oder gar nach Spanien, muss der Benziner einspringen. Das ist nicht tragisch, weil's selten ist. Ich fahre also immer noch den Löwenanteil der Gesamtkilometer elektrisch, das aber mit einer kleinen Batterie, mit der ganzen Familie und ohne Reichweitenangst. Ein richtiges Familienauto / Vollauto eben.
Loser:
ob jetzt endlich ein Kombi kommt, ein Manko bei Prius und Co.
Jaaaa (arrrrgggghhh) !!! Der
Bruder des Prius namens Auris ist ein Fünftürer - aber ist es ein Kombi? Nein, einfach ein Kompaktwagen mit Heckklappe - schreiiiiii.....sagenhafte 280l Ladevolumen...naja, immerhin 5 Sitzplätze, wenigstens das...
g.