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Umwelt, Klima, Energie Diskussionsforum Politik / Umwelt, Klima, Energie /

Ölkatastrophe vor Louisiana und politische Instrumentalisierung

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felixkohl
Mitglied
#1 ° Gesendet: 28.05.2010 17:40 ° Bearbeitet von: felixkohl
Bürger und Lokalpolitiker (meist Republikaner) in Louisana greifen unentweg die Politik an, sie mache zu wenig. Dabei reagierte die Regierung Obamas bereits in der ersten Woche und übte enormen Druck auf BP aus, die Havarie anzugehen.
Es leuchtet wohl jedem ein, dass man nun nicht einfach nur den Finger in den Meeresgrund stecken kann und das ganze Schlamassel aufhört.
Just hat Obama ein sechsmonatiges Verbot für weitere Bohrungen ausgesprochen, wird er wieder von den Republikanischen Politikern Louisianas angegriffen (viele Arbeitstellen sind vom Erdölgeschäft abhängig) - dabei werden ja die laufenden Anlagen nicht tangiert.
Auf Radio DRS1 heute morgen, erklärte eine republikanische Tusse das etwa so: "Wir haben Caterina überwunden, wir haben ...(nannte noch ein paar andere Hurrikane) ... und wir werden Obama überwinden."

So leicht lässt sich heute einem Präsidenten ein Strick machen - auch mit ökologischen Katastrophen.
Loser
Mitglied
#2 ° Gesendet: 28.05.2010 18:58
Die brüllen so laut, weil sie wissen, wer daran schuld hat. Seit Cathy weis man, wie marode diese Anlagen sind und man weis auch, wer nichts dagegen getan hat. Spätestens dann, wenn die Katastrophe unter Kontrolle und wieder Zeit vorhanden für die beliebten "Hearings" ist, kommt die Sauerei ans Licht. Wetten, dass die dann gaaaaaaaanz still sind ?
razzar
Mitglied
#3 ° Gesendet: 28.05.2010 19:45
felixkohl:
So leicht lässt sich heute einem Präsidenten ein Strick machen - auch mit ökologischen Katastrophen.

Loser:
Die brüllen so laut, weil sie wissen, wer daran schuld hat.

Kein Wunder kotzt die Erde aus allen Löcher. Bei dieser Fahrlässigkeit...
Loser
Mitglied
#4 ° Gesendet: 28.05.2010 20:08
razzar:
Bei dieser Fahrlässigkeit...

Eben.
felixkohl
Mitglied
#5 ° Gesendet: 29.05.2010 18:44
Nun ja. Als Konsument bleibe ich mal kleinlaut.
Schliesslich profitieren wir alle als Konsumenten (ob mit dem Auto, Flugzeug, Ölheizung etc.).

1. Es wird sich hoffentlich weisen, ob BP fahrlässig gehandelt hat.
2. Die Rolle der vornehmlich republikanischen Politik vor Ort wäre auch interessant (aber auch in den USA - nach langer Führung durch einen Präsidenten, der eindeutig der Öllobby zuzuschreiben war)
3. Welche Konsequenzen müssen aus dem traurigen Ereignis gezogen werden (Obama hat ja auch weitere Bohrungen in der Arktis ausgesetzt - zumindest habe ich das so mitgekriegt).
driver
Mitglied
#6 ° Gesendet: 30.05.2010 08:00
Frage in die Runde: Vor ein paar Tagen habe ich in zufällig 'nem Forum (weiss leider nicht mehr wo) gelesen, dass für Tiefseebohrungen im Einflussbereich der USA weniger strenge Sicherheitsvorschriften (z.B. weniger Sicherheitsventile u.dgl.) als beispielsweise in der Nordsee gelten würden.

Weiss da zufällig jemand was drüber oder hat sogar einen Link zu einer einigermassen seriösen Quelle?
gods president
Mitglied
#7 ° Gesendet: 30.05.2010 09:15
Für republikanisch Denkende und Handelnde heisst es jetzt nicht Finger in den Meeresgrund sondern Finger aus dem Arsch (es ist damit zumindest der eigene gemeint). Eine mögliche Starthilfe dazu ist http://www.ignoranz.ch/forum/4_4079_0.html
Battou
Mitglied
#8 ° Gesendet: 31.05.2010 09:05
felixkohl:
1. Es wird sich hoffentlich weisen, ob BP fahrlässig gehandelt hat.

Das ist doch bereits offensichtlich. Man hat Gerät und Technologie zuhauf, um am Meeresgrund tiefe Löcher zu bohren und anzuzapfen, aber für den Ernstfall war man nicht gereüstet. Die Roboter haben keine Greifarme, um Lecks zu schliessen. Die Betonglocken mussten erst gebaut und angeschifft werden. Ersatzbohrungen würden noch Wochen dauern. Welche Auswirkungen die Chemikalien haben, die jetzt tonnenweise in Meer gekippt werden, weiss niemand. Operation Topkill ist mit 60% Erfolgsschance gescheitert. Geübt wurde für einen solchen Fall nie (im Gegensatz zu Havarien...)

Derweil ist die USA vollumfänglich von der BP, also dem Urheber des Problems selber, abhängig, da nur dieser über das nötige Know How verfügt. Und wie weit dieses Knoh How reicht, haben wir ja just dieses Wochenende gesehen.
felixkohl:
2. Die Rolle der vornehmlich republikanischen Politik vor Ort wäre auch interessant (aber auch in den USA - nach langer Führung durch einen Präsidenten, der eindeutig der Öllobby zuzuschreiben war)

Unter Bush wurden die Kontrollinstanzen zu blossen Zuschauern oder Porfiteuren - eine erste Kontrollbehörde wurde bereits geschlossen. Obama nannte die Zustände korrupt.

felixkohl:
3. Welche Konsequenzen müssen aus dem traurigen Ereignis gezogen werden (Obama hat ja auch weitere Bohrungen in der Arktis ausgesetzt - zumindest habe ich das so mitgekriegt).

Kontrollen und Auflagen müssen verschärft bzw. überhaupt geschaffen werden. Es kann doch nicht sein, dass Ölkonzerne in solchen Tiefen bohren dürfen, ohne ein 99.99% sicheres Not- und Ausfallsystem zu haben!
Pia
Mitglied
#9 ° Gesendet: 31.05.2010 22:44
felixkohl:
Just hat Obama ein sechsmonatiges Verbot für weitere Bohrungen ausgesprochen, wird er wieder von den Republikanischen Politikern Louisianas angegriffen (viele Arbeitstellen sind vom Erdölgeschäft abhängig) - dabei werden ja die laufenden Anlagen nicht tangiert.
Auf Radio DRS1 heute morgen, erklärte eine republikanische Tusse das etwa so: "Wir haben Caterina überwunden, wir haben ...(nannte noch ein paar andere Hurrikane) ... und wir werden Obama überwinden."

So leicht lässt sich heute einem Präsidenten ein Strick machen - auch mit ökologischen Katastrophen.

Ja, das hab ich auch gehört, ziemlich übel alles. Die Erdölindustrie vor Ort scheint schützenswerter zu sein als die Natur und ev. auch Fischerstellen. Aber Obama kann eigentlich machen, was er will, viele Reps kriegen ausser jammern nichts hin.
felixkohl
Mitglied
#10 ° Gesendet: 03.06.2010 22:25
@Pia

Ja...aber die "Reps" versuchen nun alles Obama in die Schuhe zu schieben.
Und dieser weiss nichts besseres zu verkünden als: Ich bin verantwortlich dafür... hmmm :-(
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