felixkohl:
1. Es wird sich hoffentlich weisen, ob BP fahrlässig gehandelt hat.
Das ist doch bereits offensichtlich. Man hat Gerät und Technologie zuhauf, um am Meeresgrund tiefe Löcher zu bohren und anzuzapfen, aber für den Ernstfall war man nicht gereüstet. Die Roboter haben keine Greifarme, um Lecks zu schliessen. Die Betonglocken mussten erst gebaut und angeschifft werden. Ersatzbohrungen würden noch Wochen dauern. Welche Auswirkungen die Chemikalien haben, die jetzt tonnenweise in Meer gekippt werden, weiss niemand. Operation Topkill ist mit 60% Erfolgsschance gescheitert. Geübt wurde für einen solchen Fall nie (im Gegensatz zu Havarien...)
Derweil ist die USA vollumfänglich von der BP, also dem Urheber des Problems selber, abhängig, da nur dieser über das nötige Know How verfügt. Und wie weit dieses Knoh How reicht, haben wir ja just dieses Wochenende gesehen.
felixkohl:
2. Die Rolle der vornehmlich republikanischen Politik vor Ort wäre auch interessant (aber auch in den USA - nach langer Führung durch einen Präsidenten, der eindeutig der Öllobby zuzuschreiben war)
Unter Bush wurden die Kontrollinstanzen zu blossen Zuschauern oder Porfiteuren - eine erste Kontrollbehörde wurde bereits geschlossen. Obama nannte die Zustände korrupt.
felixkohl:
3. Welche Konsequenzen müssen aus dem traurigen Ereignis gezogen werden (Obama hat ja auch weitere Bohrungen in der Arktis ausgesetzt - zumindest habe ich das so mitgekriegt).
Kontrollen und Auflagen müssen verschärft bzw. überhaupt geschaffen werden. Es kann doch nicht sein, dass Ölkonzerne in solchen Tiefen bohren dürfen, ohne ein 99.99% sicheres Not- und Ausfallsystem zu haben!