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Glühbirnenverbot - Gesundheitsschädlicher Aktionismus statt Umweltnutzen

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Loser
Mitglied
#111 ° Gesendet: 30.12.2010 19:10
gumbyman:
Fast falsch. Erstens setzt man sie natürlich am besten dort ein wo sie auch längere Zeit am Stück brennen,

Du weist ja, wie der Konsument so ist....;))
agathon
Mitglied
#112 ° Gesendet: 30.12.2010 22:13
Technische Details hin oder her - jeder kann auf der Packung einer Sparlampe lesen, wieviel Leistung (Watt) eine solche Birne hat – und dann kann man vergleichen, welcher Leuchtkraft bei herkömmlichen Birnen das entspricht.

Mensch ist das schwierig. Oder seid schon in dem Alter, wo man für jede technische Neuerung einen Senioren-Kurs besuchen muss?
Loser
Mitglied
#113 ° Gesendet: 31.12.2010 17:13
agathon:
Oder seid schon in dem Alter, wo man für jede technische Neuerung einen Senioren-Kurs besuchen muss?

Bei mir, was Elektrizität anbelangt, ja :) Damit szeh ich auf kriegsfuss :)))
felixkohl
Mitglied
#114 ° Gesendet: 02.01.2011 19:23
@gumbyman

Ich sehe, Du bist da ein Kenner.

Als ich vor fünf Jahren in Andalusien weilte, war ich überrascht, wie weit Sonnenkollektoren (nicht photovoltaik) auf den Häusern verbreitet sind.
Sicherlich haben wir nicht dasselbe Lichtpotential. Es übarrascht mich dennoch weshalb man das hier fast nie sieht. Hat das mit den Bauvorschriften, Unkosten oder anderer (ev. auch psychologischer Faktoren) zu tun? Aus dem Physikunterricht weiss ich zumndest, dass Wärme am meisten Energie benötigt.. :-)
Ähnlich sieht es ja mit Wärmepumpen aus.

Die Schweiz ist ja ein Land mit einer Mehrheit von Mietern. Könnte es sein, dass hier der Markt nur bedingt oder schlecht funktioniert?
felixkohl
Mitglied
#115 ° Gesendet: 02.01.2011 19:25
@agathon

Mensch ist das schwierig. Oder seid schon in dem Alter, wo man für jede technische Neuerung einen Senioren-Kurs besuchen muss?

Ich hoffe noch nicht :-)
Aber wie Du wohl auch weisst, guckt der Konsument auch auf den Preis.
Und den Versprechungen bzgl. Lebensdauer glaube ich definitiv nicht - machte schon in versch. Hinsicht (nicht repräsentativ) schlechte Erfahrungen.
agathon
Mitglied
#116 ° Gesendet: 03.01.2011 14:04 ° Bearbeitet von: agathon
felixkohl:
Aber wie Du wohl auch weisst, guckt der Konsument auch auf den Preis.

Ich auch, und ich gehöre zu den Konsumenten, die für eine gutes, innovatives Produkt auch bereit sind, mehr zu zahlen.

Die ersten CD-Players haben damals 1000 Franken gekostet, und heute zahlen die Leute für ein Smart-Phone locker 500 Franken: die werden in 5 Jahren spottbillig sein.
Warum also nicht für die Glühbirnen, wenn sie gut sind, am Anfang auch etwas mehr bezahlen?
gumbyman
Mitglied
#117 ° Gesendet: 06.01.2011 00:19
@felixkohl, ich schulde Dir wohl noch ein paar Antworten:

felixkohl:
Als ich vor fünf Jahren in Andalusien weilte, war ich überrascht, wie weit Sonnenkollektoren (nicht photovoltaik) auf den Häusern verbreitet sind.

...und auch z.B. Griechenland, weil da die Amortisationszeit der Anlagen kürzer ist, deutlich unter 10 Jahren. Bei uns sind's eher 10 bis 20 Jahre, teils wegen der Schweizer Löhne und Perfektion (inkl. Vorschriften), teils wegen der schlechteren Besonnung. Aber eigentlich rentieren sie in der Schweiz genauso - nur hat sich das wohl noch nicht so herumgesprochen.

felixkohl:
Schweiz ist ja ein Land mit einer Mehrheit von Mietern. Könnte es sein, dass hier der Markt nur bedingt oder schlecht funktioniert?

Das spielt sicher mit. Die Häusle-Besitzer haben viel eher den Anreiz, durch Investition (Solar-Anlage) laufende Kosten zu sparen (Strom / Gas / Öl / ...); für Vermieter / Mieter ist der Anreiz eher gering.

felixkohl:
Es überrascht mich dennoch weshalb man das hier fast nie sieht.

Fast nie ist jetzt ein bisschen untertrieben ... aber leider stimmt es schon, ist eher selten. Andere Staaten (z.B. das bei uns angrenzende Österreich) fördern dies viel stärker, mit bis zu 50% Zuschuss, ich denke das ist ein weiterer gewichtiger Faktor. Entsprechend sind da drüben mindestens die Hälfte der Neubauten damit bestückt.

felixkohl:
Physikunterricht weiss ich zumindest, dass Wärme am meisten Energie benötigt.

Ganz genau. Und mit Kollektoren auch sehr einfach zu gewinnen ist, daher eine absolut konkurrenzfähige Anwendung. Wenn's irgendwie geht hat mein nächstes Haus wieder eine solare Warmwasser-Anlage :-)

g.
salibaybay
Mitglied
#118 ° Gesendet: 06.01.2011 01:27
also soweit ich weiss (weil ich geschäftlich mal in spanien zu tun hatte) ist man dort verpflichtet bei einem neubau eine solarthermische anlage auf seinem dach zu installieren. macht ja auch total sinn im sonnenhaus europas
http://www.heliossolar.eu/pvhintergrund.php
gumbyman:
Fast nie ist jetzt ein bisschen untertrieben ... aber leider stimmt es schon, ist eher selten. Andere Staaten (z.B. das bei uns angrenzende Österreich) fördern dies viel stärker, mit bis zu 50% Zuschuss, ich denke das ist ein weiterer gewichtiger Faktor. Entsprechend sind da drüben mindestens die Hälfte der Neubauten damit bestückt.

mit subventionen hab ich hald so meine probleme, die muss ja jemand zahlen. ich sehe es aber so: wenn du schon ein neues haus baust, sind die kosten für eine solaranlage eh nicht enorm (eine leitung rauf, ein kollektor, eine leitung runter, ev noch ne pumpe. bei einer kleveren anordnug kannst du sogar auf die pumpe verzichten)
also wenn du wartest, bis es ein gesetz gibt das dir 50% finanziert, wirste schwarz an der sonne.
mein tipp: machs einfach.
gumbyman
Mitglied
#119 ° Gesendet: 06.01.2011 23:56
salibaybay:
mein tipp: machs einfach [Anm: solare Warmwasseraufbereitung]

Meine Antwort: Ich hab's schon mal gemacht, und werd's wieder machen - und jedem weiterempfehlen der es hören will :)
Aber wie man bei den Ossis sieht, wirken Anreize halt schon Wunder. Lieber zahle ich Subventionen für die einheimischen Produzenten/Gewerbler/Monteure von Anlagen, als für die Ölscheichs - oder auch die Bahnhofs-Bauern ;-/

Aber zurück zu den Glühbirnen: Strom ist die hochwertigste Energieform die wir haben (sauber, leicht zu transportieren, leicht in jede andere Energie-Form umzuwandeln etc.) und sollte deshalb nur für "hochwertige" Anwendungen eingesetzt werden. D.h. aber auch effiziente Leuchtmittel wo möglich, und Stromfresser höchstens dosiert nach reiflicher Überlegung einsetzen, oder dort wo sie fast nie laufen. Nicht "einfach so".

g.
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