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Grenzwerte massiv überschritten

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Georg Meier
Mitglied
#1 ° Gesendet: 31.01.2006 23:15
Feinstaubbelastung erreicht neue Jahreshöchstwerte
Grenzwerte massiv überschritten

Die Verschmutzung der Luft mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub hat auf der Alpennordseite neue Rekordwerte erreicht. Die Spitzenwerte zu Beginn dieser Woche machten fast das Dreifache des erlaubten Grenzwerts aus.

http://www.nzz.ch/2006/01/31/il/newzzEJ3ZWVA3-12.html
trotzdem
Blog Autor
#2 ° Gesendet: 01.02.2006 10:06 ° Bearbeitet von: trotzdem
Mein Brief an das BAG:

Guten Tag

Ich wende mich wieder einmal an Sie, obwohl mich die Erfahrung leider
lehrte, dass die Chancen auf eine Antwort innert nützlicher Frist recht
gering sind. Ich werde aber nicht locker lassen.

Bitte erklären Sie mir Folgendes:
Allein der Feinstaub fordert in der Schweiz mindestens 3700 Opfer pro Jahr.
Dagegen nimmt sich die Zahl von 120 bis 150 angeblichen Passivrauchopfern doch recht bescheiden aus. Die Luftverschmutzung belastet das Gesundheitswesen mit 6,7 Mrd. Franken pro Jahr (Tabak: rund 1 Mrd.), sie stammt zu über der Hälfte vom Verkehr, was heisst, dass wir bei rund 3,5 Mio. Motorfahrzeugen in der Schweiz jedes einzelne davon mit 1000 Franken pro Jahr aus dem Gesundheitswesen subventionieren. Das BAG gibt zwar Millionen aus für Antiraucherkampagnen, die Luftverschmutzung taucht aber auf seiner Website nicht einmal auf.

Wie kommt das?
Wie können Sie behaupten, Radon sei mit 200 bis 300 Toten nach dem Rauchen die zweithäufigste Lungenkrebsursache? Wir wissen, dass die Partikel aufgrund ihrer zerklüfteten Struktur Giftstoffe bis in die Lungenbläschen transportieren und dort unter anderem zu Lungenkrebs führen. Davon, dass sie sich in den Erythrozyten einlagern und so sogar die Blut-Hirn-Schranke überwinden, ganz zu schweigen. Weshalb ist das für das Bundesamt für GESUNDHEIT kein Thema? Weshalb setzen Sie sich nicht für die 40 000 jedes Jahr neu an chronischer Bronchitis und Asthma Erkrankenden ein? Die Hälfte davon sind Kinder! Die Reduktion der Feinstaubbelastung um 20 Mikrogramm würde die Anzahl der Erkrankungen fast um die Hälfte reduzieren.
Wieso nehmen Sie Felix Gutzwiller nicht in die Pflicht und fragen nach, weshalb er Ja zum Avanti-Gegenvorschlag gestimmt hat? Der Präventivmediziner, der so eng mit Ihrer Stelle zusammenarbeitet, wollte die zweite Röhre am Gotthard!

Mittlerweile liegen mehrere Studien vor, die die Auswirkungen der
Luftverschmutzung auf die Volksgesundheit genau beziffern. Für die
Volksgesundheit ist aber Ihr Amt zuständig. Warum also unternehmen Sie
nichts?

Ich harre sehr gespannt Ihrer Stellungnahme und grüsse freundlich.
trotzdem
Blog Autor
#3 ° Gesendet: 01.02.2006 10:09
Die Antwort des BAG (im Wortlaut)

Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Anfrage.

Die Luftverschmutzung fällt in die Kompetenz des Bundesamts für Umwelt, das soeben einen Aktionsplan gegen die Feinstaubverschmutzung lanciert hat -siehe die Pressemitteilung:
www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/medien/presse/artikel/20060116/01216/in dex.html


Anders als die Luftverschmutzung, welche von unzähligen Faktoren verursacht wird und nur schwer verhindert werden kann, lässt sich die Luftverschmutzung in Innenräumen leichter bekämpfen. Das wichtigste Faktor - Passivrauch - lässt sich an der Quelle ganz und kostenlos verhindern, zumal ein Wille dazu vorhanden ist.
In der Schweiz sterben jährlich mehrere hundert Personen wegen dem
Passivrauchen vorzeitig. Dies ist eine erste, konservative Schätzung - eine
genauere Zahl gibt es nicht, weil es noch keine spezifische Studie geführt
worden ist. Auf jedem Fall sind es mehr Todesfälle als wegen AIDS, illegale
Drogen oder Gewaltakten verursacht werden.
Die Luftverschmutzung lässt sich nicht ganz und einfach vermeiden, ausser
Verkehr,Heizungen und industrielle Aktivitäten usw. gänzlich eingestellt
werden. Sogar Landregionen sind stark betroffen.

Und übrigens: Gewöhnlich verrauchte Restaurants erreichen Feinstaubwerte, welche meistens über die hohen, kürzlich in der Presse thematisierte Werte übersteigen.

Die Kosten des Rauchens belaufen sich auf 10 Milliarden, davon 1,2
Milliarden für die Behandlung tabakbedingter Krankheiten und 3,8 Milliarden
infolge von Produktivitätsverlust.
Rauchen ist die wichtigste, vermeindbare Todesursache in der Schweiz und in Europa.


Mit freundlichem Gruss
trotzdem
Blog Autor
#4 ° Gesendet: 01.02.2006 10:11 ° Bearbeitet von: trotzdem
Meine Antwort:

Danke für die Antwort.
Ich gehe mit Ihrer Rechnung nicht ganz einig.

Die von Ihnen zitierte Studie besagt auch, dass von den erwähnten 3,8 Mrd. Franken, die die Raucher der Wirtschaft durch Krankheit, Tod oder Invalidität verursachen, ebendiese Raucher 2,8 Mrd. tragen. Dazu subventionieren wir die AHV der Nichtrauchenden mit 1,5 Mrd. pro Jahr, den freiwilligen Verzicht auf fünf bis zehn Jahre Lebenserwartung, also AHV-Bezug, eingerechnet.
Damit die CSS (Autorin der Studie) überhaupt auf den hohen Betrag kam, musste sie noch 5 Mrd. Franken Kosten durch die Verminderung der Lebensqualität einrechnen, die wir aber auch selber tragen. Meine Lebensqualität wird durch das Rauchen aber nur insofern beeinflusst, als ich von den Heiligen Kriegern wider den Tabak bald überall verscheucht werde.

Und natürlich ist es mein Recht, mich selbst zu schädigen. Wenn dem nicht so wäre, würde sich das BAG ja schon längst gegen den Sport wenden (z.B. mehrere Tausend schwere Skiunfälle jede Woche).

Nicht ganz klar ist mir, weshalb sich das BAG immer mit der Ausrede, für die Luftverschmutzung sei nur das Bafu zuständig, aus der Affäre zu ziehen versucht. Kernaufgabe des BAG ist die Volksgesundheit und die Kontrolle der Kosten im Gesundheitswesen. Und hier spielt die Luftverschmutzung eine wesentliche Rolle.

Weshalb also erfüllt das BAG seine Pflicht nicht und äussert sich in keiner Weise zu dem Thema? 40 000 neue chronisch Kranke im Jahr, das sollte doch wenigstens einen Eintrag auf der Website wert sein!!

Noch einmal: Was ich meiner eigenen Gesundheit antue, das geht nur mich etwas an. Solange Sport in jeder Form erlaubt ist, die Menschen essen können, was sie wollen, so viel trinken können, wie sie wollen und das Atmen an und für sich krank macht, hat mir niemand dreinzureden.
Also können Sie nur mit den am Passivrauchen Verstorbenen argumentieren, und dann sehen die Zahlen ganz anders aus. Und wie Sie selbst sagen, es fehlen die Grundlagen.

Ich empfinde die einseitige Beschneidung meiner Freiheit als groben Verstoss gegen meine Persönlichkeitsrechte.
Wenn denn, zum Beispiel, das Bedürfnis nach rauchfreien Beizen so gross ist, warum haben wir dann in unserer Marktwirtschaft nicht viel mehr rauchfreie Lokale?
Ist es nicht viel eher so, dass Raucher konsumationsfreudiger sind und so oder so den grösseren Teil des Umsatzes liefern? Werden Sie, bevor Sie mit maximalen Forderungen an die Öffentlichkeit treten, erst die tatsächlichen Bedürfnisse und die möglichen Folgen abklären? Ist Ihnen bewusst, dass laut ZDF in New York bereits 200 Clubs schliessen mussten, weil die Nachbarn den Lärm der vor der Tür versammelten Raucher wie Nichtraucher nicht aushielten? Wissen Sie, wie viele Lokale es gibt, in denen nur Raucher verkehren, und zwar in der Gastig wie beim Personal?
Und vergessen Sie nicht: Ich kann wählen, ob ich in ein verrauchtes Lokal gehe. Der Luftverschmutzung kann man aber nirgends ausweichen.

Und noch einmal: Woher kommt der Irrglaube, das Bundesamt für GESUNDHEIT habe mit den gesundheitlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung nichts zu tun? Ist es tatsächlich, wie Sie sagen, weil es halt einfacher ist, gegen die Raucher zu kämpfen?

Ich bin, wie Sie merken, mit Ihrer Antwort nicht zufrieden und harre deshalb gespannt Ihrer Stellungnahme.
sense2
Mitglied
#5 ° Gesendet: 01.02.2006 17:27
>Noch einmal: Was ich meiner eigenen Gesundheit antue, das geht nur mich etwas an.

falsch weil deine viel zitierte kostenwahrheit dann überhaupt nicht stimmt. die kosten einer krebsbehandlung sind einiges teuer als was du mit deiner kk-prämie einzahlst.

ansonsten ein typisches "trotz"-Mail welches wohl kaum beantwortet wird. egal was die schreiben, sie können es dir eh nicht recht machen.

ansonsten, wenn man in deinem mail das wort rauchen mit auto fahren austauschen würde, kommt da was zusammen was du doch eigentlich bekämpfen willst?


naja, man sieht halt imemr nur das was man will.
Georg Meier
Mitglied
#6 ° Gesendet: 02.02.2006 00:46 ° Bearbeitet von: Georg Meier
Also die Nikotinsucht ist ein anderes Thema; dazu gibts den Forum-eintrag "Feinstaub mit Tabak gewürzt". Wer Nikotinsüchtig ist wird es schwerer haben Abgase glaubwürdig zu bekämpfen, da der Nikotinsüchtige selbst auch eine Quelle der Luftverunreinigung ist. Das schlimmste sind aber die nikotinsüchtigen PW-Lenker. Während es für Nikotinsüchtige immerhin das Nikotinpflaster gibt, sind wir den Abgasen aus Verbrennungsmotoren noch immer schutzlos ausgesetzt. Die Gesundheits-Kosten und -Schäden des Feinstaubes sind um ein Vielfaches gravierender als die des Tabakrauchs. Hier wird auf Kosten der nächsten Generation am falschen Ort gespart. Der umweltpolitische und damit auch der gesundheitspoltisiche Minimalismus der Baby-Boomer Generation wird sich noch teuer rächen.
trotzdem
Blog Autor
#7 ° Gesendet: 02.02.2006 13:28
@Sense

Ich komme über die KK-Prämie für rund 40 Prozent meiner eventuellen Krebskosten auf. Aber über die AHV bezahle ich ein Vielfaches. Die Kostenwahrheit beim Rauchen ist auch gemäss BAG durchaus gegeben.
Rein volkswirtschaftlich kostet der Nichtraucher, der die letzten 20 Jahre mit Alzheimer auf einer Pflegestation liegt, ungleich mehr als die Raucherin, die kurz nach der Pensionierung den Löffel abgibt, aber AHV- und BVG-Einzahlungen gemacht hat, deren Berechnung auf einer wesentlich höheren Lebenserwartung beruht.

@ Georg: Bei dem Mass, wie ich meine Lungen belaste, steht es mir tatsächlich nicht zu, für MICH über die Luftverschmutzung zu klagen, zumindest was den Feinstaub angeht. Davon nicht betroffen ist aber der Einsatz gegen NO2, gegen Ozon und gegen den Lärm und den Stress, die mit dem Verkehr auch noch einhergehen.
Und sehr wohl wehren kann ich mich gegen das den Rauchern angetane Unrecht, dass sie einseitig als Bösewichte herhalten müssen und die zuständigen Stellen die weitaus grössere Belastung für die Volksgesundheit immer noch ignorieren.

Dieses und nichts anderes steht in den Mails, lest genauer.

Und bedenkt: Als Nichtraucher kann ich der Belastung durch die Raucher mittlerweil recht einfach aus dem Weg gehen. Der Luftverschmutzung kann man aber nirgends ausweichen.

Und was die Glaubwürdigkeit betrifft: Wie glaubwürdig sind all die Heiligen Krieger wider den Tabak, die zur Luftverschmutzung einfach schweigen?
trotzdem
Blog Autor
#8 ° Gesendet: 02.02.2006 13:59 ° Bearbeitet von: trotzdem
Nachtrag

Sense: Die Angaben in meinen Mails sind alle faktisch und nicht so einfach unter den Tisch zu kehren. Wie du gemerkt hast, hat das BAG geantwortet, wenn auch ungenügend und tendenziös, weshalb ich es zum zweiten Mal anschrieb. Ebenfalls geantwortet hat der Präsident der Schweizerischen Lungenligen, wir haben über eine halbe Stunde telefoniert. Die Lungenligen werden, wenn er sich durchsetzen kann, auf den Sommer hin eine grundlegende Erweiterung ihres Aufgabenbereichs vornehmen: Die Luftverschmutzung wird zum Themenschwerpunkt.
Wir dürfen nicht vergessen, dass die Lungenligen seinerzeit zur Bekämpfung der Tuberkulose gegründet worden waren. Dieser Kampf wurde gewonnen, man suchte sich eine neue Existenzberechtigung: Der Kampf gegen die Raucher bot sich an. Das führte zu einer einseitigen Fixierung.

Was man auch nicht vergessen darf: Wir Rauchenden haben oft chronisch gereizte Bronchien und verklebte Fibrillen. Das führt dazu, dass wir auf die Luftverschmutzung empfindlicher reagieren. Dies wiederum wirft ein anderes Licht auf die behaupteten 8000 Rauchtoten. Wie mir das BAG bestätigt hat, wird ein an einer Atemwegserkrankung Verstorbener, der einmal geraucht hat, automatisch den Rauchtoten zugerechnet, auch wenn er zeitlebens an der Pfingstweidstrasse wohnte. Auch dies eine Folge der einseitigen Fixierung.

Und man darf hinwiederum nicht vergessen, dass der Kampf gegen den Tabak ganz handfeste fiskalische Gründe hat: Nur wenn man den Rauchern lange genug ein schlechtes Gewissen macht, sie gesellschaftlich zu ächten versucht, bringt man sie dazu, die andauernd steigenden Abgaben auf ihr Genussmittel hinzunehmen. Daher auch der aktuelle Streit zwischen BAG und Eidg. Finanzdepartement: Das EFD wehrt sich gegen weitere Preiserhöhungen, weil dann mehr Leute selber drehen oder Zigaretten schmuggeln, was zu Mindereinnahmen für den Bund führt.

Würde die Kostenwahrheit beim Verkehr analog verlangt, der Liter Treibstoff würde 4 bis 5 Franken kosten, je nach Berechnungsmodell.
Solange dem nicht so ist, habe ich als Raucher jedes Recht, auf gleich langen Ellen zu beharren.

Und zum Schluss: Die nächste auszugrenzende Bevölkerungsgruppe wurde schon definiert. Im Herbst liess das BAG verlauten: "Die Übergewichtigen belasten das Gesundheitswesen mit 2,7 Mrd. Franken!"
driv3r
Mitglied
#9 ° Gesendet: 02.02.2006 14:43
@trotzdem:

[zitat]Wir Rauchenden[/zitat]

Sehe ich das richtig, dass du als Raucher dich wegen der angeblich so gravierenden Luftverschmutzung dermassen aufregst? Falls das der Fall ist, solltest du vielleicht erst mal dein eigenes Verhalten überdenken, welches für deine persönliche Gesundheit gewiss um Faktoren schädlicher ist als die gesamte von Industrie, Verkehr etc. verursachte Luftverschmutzung.
trotzdem
Blog Autor
#10 ° Gesendet: 02.02.2006 15:35 ° Bearbeitet von: trotzdem
Lieber Driv3r

Meine Motivation habe ich in den Postings oben hinlänglich und detailliert dargelegt. Wie wärs mit Lesen?

Ich empfehle dir punkto Feinstaub die Site der Empa zur Lektüre.
www.empa.ch

Ich stehe zurzeit gerade in Kontakt mit der Empa, es geht um eine vergleichende Studie der Partikelgrösse im Rauch und in Dieselabgasen. Auch wenn die Differenzierung scheinbar nicht zu deinen Kernkompetenzen gehört, mir ist sie sehr wichtig.

Dass wir Rauchenden aufgrund der oft gereizten Bronchien und der verklebten Fibrillen stärker auf die Luftverschmutzung reagieren als Nichtrauchende, stellt mein Anliegen nicht in Frage, sondern verstärkt eher dessen Berechtigung.
Wir haben etliche die Luftverschmutzung betreffende Gesetze, die beinahe täglich gebrochen werden, aber kein einziges, das den individuellen Tabakkonsum betrifft.
Wie du merkst, respektiere ich also die gesetzlichen und die demokratischen Spielregeln durchaus.

Und im Übrigen: Auch nach 20 Jahren der Tabakabhängigkeit verfüge ich noch über 97 Prozent meiner Lungenkapazität. Ich lasse mich jedes Jahr im Rahmen des Gesamtchecks auch durchleuchten und setze mich auf den Ergometer. Das Einzige, was der Test ergibt, ist, dass ich zu wenig Sport treibe. Die Werte lassen sich nicht von denen anderer untrainierter Enddreissiger unterscheiden, ob sie nun rauchen oder nicht. Seit ich zusatzstofffreien Tabak ohne Filter in Eigendreh rauche, ist auch die Bronchialreizung fast völlig verschwunden. Wenn ich huste, dann wegen einer Erkältung oder - jetzt aktuell - tatsächlich wegen der Schadstoffbelastung der Aussenluft.
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