Die Antwort des BAG (im Wortlaut)
Vielen Dank für Ihr Interesse und Ihre Anfrage.
Die Luftverschmutzung fällt in die Kompetenz des Bundesamts für Umwelt, das soeben einen Aktionsplan gegen die Feinstaubverschmutzung lanciert hat -siehe die Pressemitteilung:
www.umwelt-schweiz.ch/buwal/de/medien/presse/artikel/20060116/01216/in dex.html
Anders als die Luftverschmutzung, welche von unzähligen Faktoren verursacht wird und nur schwer verhindert werden kann, lässt sich die Luftverschmutzung in Innenräumen leichter bekämpfen. Das wichtigste Faktor - Passivrauch - lässt sich an der Quelle ganz und kostenlos verhindern, zumal ein Wille dazu vorhanden ist.
In der Schweiz sterben jährlich mehrere hundert Personen wegen dem
Passivrauchen vorzeitig. Dies ist eine erste, konservative Schätzung - eine
genauere Zahl gibt es nicht, weil es noch keine spezifische Studie geführt
worden ist. Auf jedem Fall sind es mehr Todesfälle als wegen AIDS, illegale
Drogen oder Gewaltakten verursacht werden.
Die Luftverschmutzung lässt sich nicht ganz und einfach vermeiden, ausser
Verkehr,Heizungen und industrielle Aktivitäten usw. gänzlich eingestellt
werden. Sogar Landregionen sind stark betroffen.
Und übrigens: Gewöhnlich verrauchte Restaurants erreichen Feinstaubwerte, welche meistens über die hohen, kürzlich in der Presse thematisierte Werte übersteigen.
Die Kosten des Rauchens belaufen sich auf 10 Milliarden, davon 1,2
Milliarden für die Behandlung tabakbedingter Krankheiten und 3,8 Milliarden
infolge von Produktivitätsverlust.
Rauchen ist die wichtigste, vermeindbare Todesursache in der Schweiz und in Europa.
Mit freundlichem Gruss