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Globale Erwärmung: Wie lange noch schaut die Schweiz zu?

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globi1
Mitglied
#961 ° Gesendet: 16.03.2010 22:38
Die Produktionszahlen sind aus diesen Statistiken nicht ersichtlich.

Zudem produzieren natürlich die Europäischen Windturbinen-Hersteller auch in den USA genauso wie in China.
rlarsson
Mitglied
#962 ° Gesendet: 17.03.2010 08:46
agathon:
Wenns so weitergeht, stehen wir am Ende wirtschaftlich wiedermal mit abgesägten Hosen da - und dies nur, weil es in diesem Land zuviele Idioten wie rlarsson gibt,...

Eine dicke Lippe konnte unser Mistchratzerli schon immer schwingen. Ist nicht viel, aber wenigstens beherrscht du das tadellos. Eh nu so de! Ich verlasse mich wie der überwiegende Grossteil der Schweizer Bevölkerung und der Politik lieber auf das Reale und nicht auf weltfremdes, ideologisches und kackophones Gequatsche aus dem Munde eines Pseudo-Umwelt-Aktivisten aus dem Luzernbiet. Mit der Schweizer Wirtschaft geht es wieder aufwärts und die Konjunktur zieht an.

Quelle: http://www.20min.ch/finance/news/story/11362756
agathon
Mitglied
#963 ° Gesendet: 17.03.2010 10:08
rlarsson:
Ich verlasse mich wie der überwiegende Grossteil der Schweizer Bevölkerung und der Politik lieber auf das Reale

Guter Ansatz! Was ist denn das Reale in Sachen Klima? – Eben: dass es wärmer wird!

rlarsson:
Mit der Schweizer Wirtschaft geht es wieder aufwärts und die Konjunktur zieht an.

Richtig, weil alles an der Finanzwirtschaft hängt, die sich jetzt erholt hat. Die vergangene Wirtschaftskrise hat nichts mit dem Klima zu tun. – Ich sage nur, dass wir gut daran tun - ökologisch und ökonomisch -, in eine grüne Energiezukunft zu investieren. Dieser Wirtschaftszweig beginnt sich gerade zu etablieren, er muss durch eine aktive Umwelt-/Wirtschaftspolitik gefördert werden.
Man kann sich ja mal fragen, warum in Zürich die grösste Dichte von Umweltbüros und Energietechnikern ist: Weil sie Aufträge vom Projekt der 2000-Watt-Gesellschaft erwarten, die zu 100% kommen werden. Diese Erfahrungen, die sie mit Projekten in Zürich machen, können später als Knowhow ins Ausland verkauft werden usw.
Loser
Mitglied
#964 ° Gesendet: 17.03.2010 20:41
globi1:
Die Produktionszahlen sind aus diesen Statistiken nicht ersichtlich.

Stimmt, aber ich nehm mal an, dass dies die Reihenfolge nsch Verkaufszahlen ist. Ist übrigens aus Deinem ersten Link.

rlarsson:
Mit der Schweizer Wirtschaft geht es wieder aufwärts und die Konjunktur zieht an.

Ist erfreulich, aber leider darf man sich fragen "wie lange?". Ich bezweifle übrigens nicht, dass es wärmer wird, jedoch die Rolle des Menschen. Was nicht heisst, dass der nicht für andere Sauereien verantwortlich ist und derselbe tut gut daran, sich auf eine Zukunft ohne Oel vorzubereiten, auch wenn der Klimawandel nicht kommen sollte. Irgendwann ist Schluss mit lustig, sprich dem Oel. Und was dann ? Ist Dir auch nur im Ansatz klar, was das heissen könnte ? Unruhem, Hungersnöte, Exodus usw, wenn man das nicht abfangen kann. Deshalb sind solche innovative Ansätze gut, weil früher oder später nötig. Es ist also für die Schweiz existentiell wichtig, dass sie sich auf diese Zukunft vorbereitet. Es sei denn, Du würdest dann den Status "Entwicklungsland" vorziehen, wir auf Hilfe von Ländern angewiesen sein könnten, denen wir heute Kredite geben.
rlarsson
Mitglied
#965 ° Gesendet: 18.03.2010 07:30 ° Bearbeitet von: rlarsson
Loser:
Ich bezweifle übrigens nicht, dass es wärmer wird, jedoch die Rolle des Menschen.

Dito, vor allem letzteres.

Loser:
Ist Dir auch nur im Ansatz klar, was das heissen könnte ? Unruhem, Hungersnöte, Exodus usw, wenn man das nicht abfangen kann. Deshalb sind solche innovative Ansätze gut, weil früher oder später nötig. Es ist also für die Schweiz existentiell wichtig, dass sie sich auf diese Zukunft vorbereitet.

Absolut richtig! Ich behindere gar nichts, weder den technologischen Fortschritt noch dass in der Schweiz Investitionen in die Zukunft getätigt werden dürfen. Stehe ich etwa hin und verlange allen Ernstes, dass wir schlecht isolierte Wellblechhütten wie in den USA und in Kanada bauen sollen? Was mich stört ist, dass die penetrante Hysterie und Panikmache unserer Umweltmoralapostel purer Populismus darstellt, und dies vor allem im Fokus, dass die Welt sich, wie du richtig schreibst, auf neue Energieträger einstellen werden muss und auch wird.

Loser:
Es sei denn, Du würdest dann den Status "Entwicklungsland" vorziehen,...

Da gibt es viel kritischere Kandidaten auf dem Globus, die mit auch sicher dort landen werden. Dieses Szenario wird für die Schweiz nicht zutreffen, das wissen wir beide ganz genau. In diesem Sinne bin ich vollkommen mit dir einig und auch optimistisch, dass wir bzgl. Unruhen, Hungersnöte, Exodus usw. unsere Hausaufgaben machen werden. Ob da dann 2000 Watt rauskommen, das ist für mich nicht relevant. Mich biedert es an, dass diese 2000 Watt Formulierung ideologisch religiöse Züge hat, die uns Moralis auf den Rücken packen wollen. Wie und vor allem welche Religion wir leben, das ist Sache eines jeden Einzelnen.
agathon
Mitglied
#966 ° Gesendet: 18.03.2010 12:02
rlarsson:
Was mich stört ist, dass die penetrante Hysterie und Panikmache unserer Umweltmoralapostel

Dir gehts ja offenbar gar nicht um die Sache - du willst einfach den Grünen ans Bein pinkeln. Dabei teilst du ja deren Anliegen im Kern.
Schade kommen die grünen Vorschläge nicht von Blocher, dann hätten wir schweizweite Mehrheiten dafür - und auch rlarsson wäre hell begeistert!
rlarsson
Mitglied
#967 ° Gesendet: 18.03.2010 13:21
agathon:
Dir gehts ja offenbar gar nicht um die Sache - du willst einfach den Grünen ans Bein pinkeln. Dabei teilst du ja deren Anliegen im Kern.

Und was soll daran falsch sein? Der Weg ist ein anderer und besserer, der die Schweiz in wirtschaftlicher Hinsicht weder ruiniert, noch in irgend einer Weise schwächt und ihr somit wirtschaftliche Nachteile einhandelt. Die Übergansphase kann nicht so wie es sich die Moralis links der Mitte wünschen von heute auf morgen stattfinden und übermorgen bereits vollendet sein.

Ein bisschen mehr Gefühl für das Reale täte den Linken gut. Es ist nicht akzeptierbar, wenn wir die Zeche über CO2-Abgaben und sonstige Raubzüge die geplant sind bezahlen, währenddessen man es nicht schafft, die gesamte Problematik global zu lösen. Und der Klimagipfel in Kopenhagen war diesbezüglich leider ein weiterer Schuss in den Ofen.
Babylon
Mitglied
#968 ° Gesendet: 18.03.2010 13:58
rlarsson:
Es ist nicht akzeptierbar, wenn wir die Zeche über CO2-Abgaben und sonstige Raubzüge die geplant sind bezahlen, währenddessen man es nicht schafft, die gesamte Problematik global zu lösen. Und der Klimagipfel in Kopenhagen war diesbezüglich leider ein weiterer Schuss in den Ofen.

Einerseits hast du Recht, der Klimagipfel war punkto Ergebnis ein Desaster. Offenbar sind die Probleme noch nicht dringlich genug, dass sie auch wirklich angegangen werden. Das andere Argument hingegen, dass die anderen schlimmer seien und man global was machen müsste stimmt zwar auch, es führt aber unweigerlich zur kompletten Passivität und zu einer Aufschiebetaktik, die man sich vielleicht gar nicht leisten kann. Sieh's mal von der anderen Seite: Wenn die Umweltprobleme erst am Anfang stehen und noch viel schlimmer werden, wenn in ein paar Jahren der Druck zur CO2-Verringerung noch viel grösser geworden sein könnte, dann ist man froh, wenn hierzulande die Mechanismen bereits stehen. Man kann dann das erworbene Know-How sehr gut verkaufen und als Pionier den Vorsprung auskosten. Im "schlimmsten" Fall (oder im besten) war es eine Überreaktion, die aber vielleicht dazu führte, dass man viel weniger von (ausländischem) Öl abhängig ist. CO2-Abgaben müssen natürlich streng zweckgebunden verwendet werden und dürfen nicht so hoch sein, dass sie existenzbedrohend sind. Aber solange ich Kirchensteuer zahle und das Militär mitfinanziere finde ich, auch eine kleine Investition in Umweltbelange würde sich auszahlen. Wenn sie denn sinnvoll (z.B. Forschung und Entwicklung) verwendet wird.
rlarsson
Mitglied
#969 ° Gesendet: 18.03.2010 15:02 ° Bearbeitet von: rlarsson
Babylon:
Einerseits hast du Recht, der Klimagipfel war punkto Ergebnis ein Desaster. Offenbar sind die Probleme noch nicht dringlich genug, dass sie auch wirklich angegangen werden.

Es fragt sich nur was dringlich bedeutet? Ich finde es von elemantar grosser Bedeutung, dass die Schweiz als ein innovatives und wirtschaftlich starkes Land positioniert bleibt. Und das schafft sie problemlos. Guckst du hier:

http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Euro pameisterin-der-Ideen-Schweiz-haengt-alle-ab/story/13538641

Fazit: Den Linken werfe ich in Teilen ihrer Politik vor (hier im Thread speziell die Umweltpolitik), diesen Vorteil zum Schaden unseres Landes auszuspielen. Just jene Linken, die immer und immer wieder die Klappe aufreissen, die Schweiz sei ein Exportland, das jeden zweiten Franken im Ausland verdient mit ihrer Kopfarbeit und mit guten und innovativen Produkten auf dem Weltmarkt. Wie richtig! Dann stützt die Rahmenbedingungen, dass es auch so bleibt.

Wenn du Kopenhagen nun richtig deutest, dann sind eben von den USA über China hin zu anderen westlichen Ländern diese nicht bereit dazu, ihre wirtschaftlichen Standortvorteile Preis zu geben, ohne dass global für alle gleich geltende Spielregeln im Klimaschutz gelten würden. Was auch völlig verständlich ist. Für das und für nichts anderes steht die SVP völlig glaubwürdig ein.
rlarsson
Mitglied
#970 ° Gesendet: 18.03.2010 15:13 ° Bearbeitet von: rlarsson
Babylon:
Man kann dann das erworbene Know-How sehr gut verkaufen und als Pionier den Vorsprung auskosten.

Korrekt! Kann ich so unterzeichnen. Das ist aber primär die Sache der KMUs und der grossen Konzerne in der Schweiz.

Babylon:
...die aber vielleicht dazu führte, dass man viel weniger von (ausländischem) Öl abhängig ist.

Take it easy! Das wird ja auch so kommen. Wir müssen uns aber auch die Fragen stellen, ob wir unser Land bis auf den letzten Quadratmeter zupflastern und die Zuwanderung weiterhin unkontrolliert so weiter gehen soll.

Babylon:
CO2-Abgaben müssen natürlich streng zweckgebunden verwendet werden und dürfen nicht so hoch sein, dass sie existenzbedrohend sind.

Das mit dem "zweckgebunden" ist gut! Steuereinnahmen wecken bekanntlich jedwelche neue Begherlichkeiten. Man sieht es 1:1 bei der Benzinsteuer. Du wirst erschrecken, wie viele heute ihre Stromrechnung nicht mehr bezahlen können. Ein Bekannter von mir arbeitet bei der städtischen Industrie beim lokalen Stromversorger. Dieser schlägt nun per 01.01.2010 das zweite Mal innerhalb von zwei Jahren die Strompreise wegen CO2-Abgabe etc. auf. Macht einen sozial sehr gerechten Aufschlag von fast 20 Prozent, den die Linken kräftig beklatschen!
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