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Globale Erwärmung: Wie lange noch schaut die Schweiz zu?

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globi1
Mitglied
#861 ° Gesendet: 22.12.2009 14:58 ° Bearbeitet von: globi1
Die AKW-Betreiber sind keine Engelchen, aber deine Fokussierung auf diese ist irreführend: Nicht diese, sondern die Legislative - die von uns gewählten Parlamentarier - sind für unsere Gesetze zuständig

Bist Du eigentlisch stolz derart blöd zu sein?
Die Parlamentarier sind teil der Lobby, welche Du gewählt hast:
http://www.blick.ch/news/energie/artikel57014

Wieso kämpfen ökologisch interessierte Kreise nicht dafür, dass der Zugang zum Stromnetz für alle Anbieter frei ist und diese lediglich die Kosten für das von ihnen genutzte Netz bezahlen?

Bist Du eigentlich stolz derart blöd zu sein?
Tun sie ja aber solange Wähler wie Du diesem Bestreben einen Riegel ziehen um Schweizer Arbeitsplätze verhindern zu können, ist das halt nicht so einfach.

Wieso braucht es eine Einspeisevergütung für alternative Energien?

Mal abgesehen davon, dass Windenergie Nummer 1 ist in den USA was neue Kraftwerkskapazität betrifft ganz ohne Einspeisevergütungen und das Einspeisevergütungen für Wind in Deutschland den Strom billiger macht als was die Einspeisevergütungen kosten:
http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/art271,2147183
Aber ohne Steuergelder bzw. staatliche Eingriffe können im Gegensatz zu Windfarmen tatsächlich keine AKWs gebaut werden.
Übrigens Österreich ohne AKWs muss jährlich fast doppelt soviel für Atomenergie bezahlen als für Windenergie, welche bereits 18% der Österreichischen Hauhalte mit Strom beliefert:
http://www.igwindkraft.at/index.php?mdoc_id=1009697
Bünzli
Mitglied
#862 ° Gesendet: 22.12.2009 15:14
brumm33:
Ich habe die Frage jetzt schon mehrmals gestellt, eine Antwort sollte doch einfach sein, wenn sie so blöd is

Du hast die Frage schon mehrfach ausführlich und mit Fakten, die du dank Verlinkung sogar nachprüfen kannst, belegt bekommen.

Du stellst dich einfach blöd, ignorierst die Antwort und fragst nochmals um dann später zu behaupten, du hättest schon zehn mal gefragt und würdest keine Antwort erhalten.

Übrigens:
2009 geht als eines der wärmsten Jahre in die Annalen ein.

Aber den Leugnern reichen schon ein paar kalte Tage um darin den Gegenbeweis als erbracht zu sehen.
Diese Aussage beruht auf Fakten, die jeder einfach nachprüfen kann.
Es geht aber sicher nicht mehr lange, bis wieder eine weltweite Verschwörung der Thermometerindustrie dahinter vermutet wird, die ihre Geräte falsch eiche, da sie mit den subventionsschmarotzenden Forschern unter einer Decke steckten.

... und der robi glaubt das dann auch noch ernsthaft.
Bünzli
Mitglied
#863 ° Gesendet: 22.12.2009 15:34
brumm33:
Auffallend ist, dass der Klimaskeptiker Richard Lindzen mit Abstand am Besten argumentiert.

http://mitworld.mit.edu/video/730
Jeder hört, was er gerne hören will.

Für mich ist auffallend, dass Lindzen grundsätzlich Zweifel sät und die diese Zweifel zu widerlegen viel schwieriger ist als diese zu sähen.
Mag sein, dass Lindzen die Diskussion "gewonnen" hat aber dies ist nicht relevant.

Seltsam finde ich, dass er fast wortwörtlich das selbe sagt, wie der Pressesprecher von Exxon vor ihm.
"Lindzen sees evidence in the correspondence of "things that are unethical and in many cases illegal," including the refusal to allow outsiders access to data, and the willingness to destroy data rather than release it. He believes that since it's hard to read the documents "and not conclude that bad things are going on," this will have a negative impact on "popular support for science." There are "scandals, cheating and arguments" over research dealing with tiny increments of temperature change, Lindzen speculates, because so many scientists and ordinary people are invested in the idea of dramatic, human-based warming -- "People are being thrown catastrophes." "

""The imprudent language in the email cache reflects scientists' enormous frustration with the tactics of their opponents," says Judith Layzer. Climate change poses a serious new challenge for scientists: "On the one hand, they perceive it as sufficiently urgent that they're willing to go to great lengths, use language they wouldn't ordinarily, to try to persuade the public. On the other hand, they face the most sophisticated campaign of skepticism ever assembled, and one that consistently violates protocols they're accustomed to." The moderate language of science, with its emphasis on the weight of evidence, can't compete with attacks that discredit models, "which by their very nature are fishy to nonscientists." Careless email communications gave the public a harsh reminder that scientists "are human, fallible and not always judicious.""
brumm33
Mitglied
#864 ° Gesendet: 22.12.2009 15:53 ° Bearbeitet von: brumm33
globi1:
solange Wähler wie Du diesem Bestreben einen Riegel ziehen

Lol, inwiefern tue ich das?

globi1:
Mal abgesehen davon, dass Windenergie Nummer 1 ist in den USA was neue Kraftwerkskapazität betrifft ganz ohne Einspeisevergütungen

Aber nicht ganz ohne Subvention:
http://en.wikipedia.org/wiki/Wind_power_in_the_United_States#Tax_credi ts
http://en.wikipedia.org/wiki/Wind_power_in_the_United_States#Additiona l_income_for_farmer

globi1:
Tun sie ja

So viel ich weiss nicht - Wer und wo zB?


Bünzli:
2009 geht als eines der wärmsten Jahre in die Annalen ein.

Zusammenhang?

globi1:
Die Parlamentarier sind teil der Lobby, welche Du gewählt hast:

Gut zu wissen, dass SP und Grüne Teil der Lobby sind. Andere Parteien habe ich bis jetzt nicht gewählt.

Von wegen Windkraft sei billiger:
Der Vergütungssatz für Windenergie liegt zwischen 61 und 91 Euro/mWh. Der Erzeugungspreis für AkW-Strom liegt bei etwa 26,5 Euro/mWh.
http://de.wikipedia.org/wiki/Stromerzeugung#Erzeugungskosten
brumm33
Mitglied
#865 ° Gesendet: 22.12.2009 15:58
Bünzli:
Mag sein, dass Lindzen die Diskussion "gewonnen" hat aber dies ist nicht relevant.

Für den wissenschaftlichen Konsens nicht, aber für die öffentliche Meinung durchaus. Und darüber beklagt man sich ja immer.

Bünzli:
wie der Pressesprecher von Exxon vor ihm.

Wen/wo meinst du?
globi1
Mitglied
#866 ° Gesendet: 22.12.2009 15:59
Man muss zudem berücksichtigen, dass beispielsweise Windenergie in den USA knallhart von von Kohleminen-, Öl- und Gasfelder- Betreiber bekämpft wird, weil es ihnen Marktanteile wegnimmt und weil Windenergie tatsächlich die Energiekosten senkt (ganz abgesehen von der Treibhausgasreduktion). Offiziell sagen sie natürlich, dass sie das Naturhabitat vor Technologie schützen wollen (welches sie ironischerweise zuvor massiv beackert haben):
http://www.hcn.org/issues/41.22/wind-resistance

Mit Investitionen in erneuerbare Energien und Effizienz profitiert die Volkswirtschaft auch in Ländern, welche im Gegensatz zur Schweiz auf enormen fossilen Ressourcen sitzen (ganz abgesehen von der Treibhausgasreduktion).

Hier ist übrigens noch ein faktenreicher Vortrag bezüglich "climate change" ganz ohne Massnahmenkatalog:
http://www.sciencefriday.com/videos/watch/10235
brumm33
Mitglied
#867 ° Gesendet: 22.12.2009 16:05
globi1:
Hier ist übrigens noch ein faktenreicher Vortrag bezüglich "climate change" ganz ohne Massnahmenkatalog:
http://www.sciencefriday.com/videos/watch/10235

Ok, gleich mal anschauen. Ich habe übrigens die menschengemachte Erderwärmung nie in Frage gestellt.
globi1
Mitglied
#868 ° Gesendet: 22.12.2009 16:13 ° Bearbeitet von: globi1
Aber nicht ganz ohne Subvention:

Sag mal bist Du eigentlich stolz derart blöd zu sein?
Kohle, Gas, Öl und Atom erhalten wesentlich mehr tax-credits als Windenergie (tax-credits sind übrigens keine Subventionen sondern Steuer-reduktionen oder bezeichnest Du Deine 3te Säule Steuerersparnisse seit neuestem auch als Subvention).
http://www.netl.doe.gov/publications/press/2006/06048-Coal_Tax_Credit_ Program.html
http://business.marylandtaxes.com/taxinfo/taxcredit/coal/default.asp
http://www.deloitte.com/view/en_US/us/Services/tax/federal-tax-advisor y-services/Research-and-Development-Federal-Tax/article/3129ef5fe91fb1 10VgnVCM100000ba42f00aRCRD.htm
http://www.ehow.com/how_4926474_receive-tax-credit-oil-furnace.html
http://www.nirs.org/factsheets/productiontaxcredits.htm

Und die Landgebühren werden von den Windbetreibern bezahlt und nicht vom Steuerzahler.

Der Erzeugungspreis für AkW-Strom liegt bei etwa 26,5 Euro/mWh

Das ist eine Lüge.
Mal abgesehen dass es Megawattstunden und nicht millwattstunden sind.
Der Stromerzeugungspreis für neuen AKW-Strom ohne Entsorgungskosten beträgt 211.6 Euro/MWh
http://climateprogress.org/2009/01/30/turkeys-only-bidder-for-first-nu clear-plant-offers-a-price-of-21-cents-per-kilowatt-hour/

Und erklärt auch weshalb sich AKWs so schlecht verkaufen lassen ausser man lebt in einem Land wo die Strompreise beliebig erhöht werden können:
http://www.swissinfo.ch/ger/Strompreise_werden_sich_verdoppeln.html?ci d=6933038
brumm33
Mitglied
#869 ° Gesendet: 26.12.2009 16:01
Ich habe die Studie, die deinen Links zu Grunde liegt, erst zur Hälfte gelesen, was aber erstaunt:
-In dieser wird argumentiert, dass der Bau von AKW in den USA aufhörte, nicht wegen dem Protest von Anti-Atom-Leuten, sondern weil es nicht mehr profitabel war. Die AKW-Lobby konnte sich nicht durchsetzen. Wenn das stimmt, frage ich mich, wieso man nun den Bau von neuen AKW's befürchtet, anscheinend scheint der Markt ja zu spielen?
-Viele Kostenfaktoren in der Studie sind speziell nur für die USA und nicht allgemein gültig.
globi1
Mitglied
#870 ° Gesendet: 26.12.2009 20:35 ° Bearbeitet von: globi1
Die AKW-Lobby konnte sich nicht durchsetzen. Wenn das stimmt, frage ich mich, wieso man nun den Bau von neuen AKW's befürchtet, anscheinend scheint der Markt ja zu spielen?

Stimmt - zumindest dort wo es einen Markt gibt - und deshalb verliert ja Atomenergie auch weltweit Marktanteile.

Das Hauptproblem ist, dass in der Schweiz auch nach der Stromliberalisierung das Strommonopol bestehen bleibt und Schweizer Stromkonzerne bis zu 30 Milliarden Franken für neue ausländische AKWs ausgeben möchten und deshalb den Strompreis massiv erhöhen:
http://www.swissinfo.ch/ger/Strompreise_werden_sich_verdoppeln.html?ci d=6933038
(Wenn ein AKW einmal besteht und man die gewaltigen Kapitalkosten ignoriert, lässt es sich tatsächlich günstig betreiben, solange man die Abbaukosten und Endlagerkosten ebenfalls ignoriert oder zumindest sehr günstig ansetzt.)

Da es aber keine Schweizer Firmen gibt, welche AKWs herstellen, Uran abbauen, Uran prozessieren, Uran anreichern und wir zudem nicht wissen wie hoch die Abbaukosten und die Endlagerkosten ausfallen werden (welche die Allgemeinheit bezahlen muss), ist es unsinnig wenn wir die 30 Milliarden Franken stattdessen nicht in Massnahmen mit Wertschöpfung in der Schweiz investieren und zudem unsere Abhängigkeit von ausländischen, sich-verteuernden und limitierten Energieträgern reduzieren.

Zudem gehen das AKW Gösgen und Leibstadt erst um 2040 vom Netz und liefern nahezu 30% des Schweizer Strombedarfs. Das heisst auch wenn wir keine neuen AKWs bauen werden wir durchschnittlich immer noch doppelt soviel Atomstrom erzeugen wie das der Rest der Welt tut und das obwohl wir zudem bereits 4mal soviel Wasserstrom generieren wie der Rest der Welt.
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