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Globale Erwärmung: Wie lange noch schaut die Schweiz zu?

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seabass
SVP Parteisoldat
#61 ° Gesendet: 23.11.2007 01:15
@Bänzli

Ich glaube schon, dass die Grünen tatsächlich nur ein Thema haben. Die liberale Komponente findet man auch in der SP oder FDP. Den Hang zur direkten Demokratie bei der SVP und die sozialen Anliegen bei der SP.

Ich glaube entscheidend für die Schweiz bei der Umsetzung im grossen Rahmen für CLEAN TECH wird es sein, dass ökologische Anliegen unter Berücksichtigung der Ökonomie gemacht werden. Die FDP wird diesbezüglich eine nicht unwichtige Rolle spielen. Ich hoffe eben, dass die GLP ein Bindeglied zwischen rot-grün und bürgerlich spielen kann und somit vielleicht tatsächlich den Ball endlich ins Rollen bringt.

Ich warne einfach davor, die Lobby nicht einzubeziehen oder grüne Anliegen mit der ideologischen Brille versuchen umzusetzen. Dann werden wir lediglich "Pflästerli-Politik" erreichen, d.h. im Prinzip status quo.
agathon
Mitglied
#62 ° Gesendet: 23.11.2007 09:05 ° Bearbeitet von: agathon
@ seabass

Was haben Umweltthemen mit Ideologie zu tun? Naturwissenschaftliche Erkenntnisse sollten möglichst ideologiefrei sein, deshalb veranstaltet man Kongresse und lädt verschiedene Wissenschaftler für eine Expertise ein.

Zuerst nennst du die Grünen eine Ein-Themen-Partei, dann wirfst du ihnen Ideologie vor, was weit mehr als nur ein Thema umfassen würde.

Das Problem der FDP-Umweltpolitik, sofern es sie überhaupt gibt, ist, dass sie bis jetzt nur aus Lippenbekenntnissen besteht. Die FDP redet viel, nur fürchtet sie sich peinlich davor, in irgendeiner Weise in den Markt einzugreifen. Als Beitrag zum Klima-Problem funktioniert der Wirtschaftsliberalismus der FDP nicht. Überspitzt formuliert lautet die FDP-Position: Der Markt regelt das Umweltproblem schon von selber. Wie wenn das Klima und die Ressourcenvorkommen Teil des Marktes wären: Die gab es schon immer.

Das unausgesprochene Motto der FDP lautet: Wir müssen etwas tun, aber nur nichts verändern.

Da bin ich froh, wenn man den Grünen und der SP Ideologie vorwirft: Das sind nämlich die einzigen zwei Parteien in der Schweiz, welche immerhin eine solche haben, denn sie erkennen Probleme und entwickeln gesellschaftliche Visionen; Leitbilder, die ein politisches Ziel vorgeben.

FDP und CVP haben nicht einmal mehr wirtschaftliche Leitbilder: Solche werden von der Wirtschaft mittlerweile mehr und viel bessere hervorgebracht. Wofür stehen FDP und CVP eigentlich ein, ausser dass sie auf ihrer Rolle als Regierende und Verwalter der Nation bestehen?
Bünzli
Mitglied
#63 ° Gesendet: 23.11.2007 09:50
Ich glaube entscheidend für die Schweiz bei der Umsetzung im grossen Rahmen für CLEAN TECH wird es sein, dass ökologische Anliegen unter Berücksichtigung der Ökonomie gemacht werden.

Was ist CLEN-TECH?
Ein verchromtes Schildchen hinten auf deinem neuen SUV, der nur noch 14l/100km verbraucht statt 15i wie vorher? Hauptsache du kannst jetzt mit gutem Gewissen damit durch dis Stadt cruisen, du hast ja CLEAN-TECH?

CLEN-Tech ist Augenwischerei. Ihr einziger Zweck ist es, eine Entschuldigung dafür zu haben, dass man sein verhalten nicht ändern muss.

Die da von den technischen Abteilungen machen irgend etwas mit den Geräten, die ich gebrauche, damit sie weniger verbrauchen, da muss ich nichts denken.
Die Produzenten machen das natürlich völlig freiwillig und ohne Druck von Politik und Gesellschaft, wie zB. den Katalysator.
Boll
Mitglied
#64 ° Gesendet: 23.11.2007 13:50 ° Bearbeitet von: Boll
Ist doch besser als nichts? Oder glaubst Du, dass man die Menschen in ihrem Verhalten ändern kann? Wachrütteln mit wissenschaftlichen Erkenntnissen? Nicht im Ernst, oder?
Bünzli
Mitglied
#65 ° Gesendet: 23.11.2007 14:01
Ist doch besser als nichts? Oder glaubst Du, dass man die Menschen in ihrem Verhalten ändern kann? Wachrütteln mit wissenschaftlichen Erkenntnissen? Nicht im Ernst, oder?

Falsch!
Scheinlösungen a la SVP/ Bürgeliche verhindern, dass die Probleme richtig angegangen werden und echte Lösungen sich durchsetzten können.

Die Menschen müssen sich und werden sich auf alle Fälle verändern, auch wenn sich einige mit Händen und Füssen sich dagegen wehren.
Du bedienst einen Computer. Hättest du das vor 25 Jahren gedacht? Sieh an! du hast dich verändert und dich den neuen Gegebenheiten angepasst.
Boll
Mitglied
#66 ° Gesendet: 23.11.2007 14:10
Ich war vor 25 Jahren noch nicht am Leben.

Hybridantriebe sind doch keine Scheinlösungen, auch wenn die Dieselmotoren inzwischen gleich wenig verbrauchen. Wenn sich die oberen 10'000 eine Riesenkarre kaufen, ist es doch besser, wenn sie nur 10 l statt 25 brauchen. Täusch ich mich? Warum denkst Du in solch revolutionären Wegen? Solche sind schlicht unrealistisch zu banal um funktionieren zu können.
driver
Mitglied
#67 ° Gesendet: 23.11.2007 14:12
CLEN-Tech ist Augenwischerei. Ihr einziger Zweck ist es, eine Entschuldigung dafür zu haben, dass man sein verhalten nicht ändern muss.

Solange sich im Energie- und Umweltbereich durch verbesserte Technologien Verbesserungen erzielen lassen, gibt es auch keinen Anlass zur Verhaltensänderung. Die grossen Fortschritte auf diesen Gebieten sind ohnehin fast ausschliesslich verbesserter Technologie zu verdanken.
Stell' Dir mal vor, was wir heute für eine katastrophale Luftverschmutzung hätten, wenn wir immer noch mit Autos auf dem technologischen Stand von vor 25 Jahre herumfahren würden. Obschon der Verkehr zugenommen hat, ist die Luftqualität heute um Welten besser als Anfang oder Mitte der 80er Jahre. Mit reiner Verhaltensänderung hätten sich da vielleicht ein paar wenige Prozentchen optimieren lassen, mehr nicht.

Es ist schon klar, dass linksgrüne Kreise derzeit versuchen, mit Hilfe der Klimathematik nicht nur Umwelt- sondern auch Gesellschaftspolitik zu machen, in der Hoffnung so ihre utopischen Phantastereien durchdrücken zu können. Genaus so klar ist aber, dass man sich als liberal denkender Mensch mit allen Mitteln gegen diesen Missbrauch der Umweltthematik wehren muss.
driver
Mitglied
#68 ° Gesendet: 23.11.2007 14:15
Du bedienst einen Computer. Hättest du das vor 25 Jahren gedacht? Sieh an! du hast dich verändert und dich den neuen Gegebenheiten angepasst.


Richtig. Aber diese Verhaltensänderung ist als Folge besserer Technologie erfolgt und nicht aufgrund der Forderungen linksgrüner Eiferer.

(Abgesehen davon hatte ich meinen ersten Computer vor 23 Jahren und mein erstes E-Mail-Account vor 18 Jahren, aber das nur so am Rande...)
agathon
Mitglied
#69 ° Gesendet: 23.11.2007 14:24 ° Bearbeitet von: agathon
Ich stimme Bänzli völlig zu! -

Ohne, dass wir unser Verhalten ändern geht gar nichts! Aber die Bürgerlichen fürchten sich vor Umsatz-Einbussen: Weil wir dann unserer wirtschaftlichen Bürgerspflicht, nämlich zu konsumieren, nicht mehr im selben Masse nachkommen. Deshalb muss es für alles eine technische Lösung geben: Statt keinen Wäschentrockner, einen Öko-Wäschetrockner, statt keinen SUV's Öko-SUV's!

Dass das mit den Öko-SUV's kein Witz ist, davon kann man sich hier überzeugen:
Green Car of the Year
Bild des Tahoe Hybrid

Wie wärs z.B. mit einem kleineren Wagen?
rlarsson
Mitglied
#70 ° Gesendet: 23.11.2007 14:28
@driver
Danke für deine Wortmeldungen. Ich stimme dir hundert Prozent zu. Sicher müssen wir uns wegen ein paar grünen Fundis nicht terrorisieren lassen und uns ihre verbohrte und bornierte Gesellschaftspolitik aufs Auge drücken lassen.
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