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Globale Erwärmung: Wie lange noch schaut die Schweiz zu?

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Boll
Mitglied
#21 ° Gesendet: 20.11.2007 10:06
Gabs für/gegen die Klimaerwärmung nicht bereits einen Fred?

quadour1: "So sehe ich das mit dem Klimawandel. Daran zu verdienen. Politisch übrigens überaus korrekt, Al Gore tut das auch!"

Und deswegen ist es politisch korrekt? (Es ist natürlich korrekt, aber sicher nicht deswegen).
agathon
Mitglied
#22 ° Gesendet: 20.11.2007 10:18 ° Bearbeitet von: agathon
Das Bundesamt für Umwelt führt auf 1.1. 08 die C02-Lenkungsabgabe ein

Ein erster Schritt in die richtige Richtung!

Wer sagt, die Schweiz sei zu klein, um gegen den Klimawandel etwas beizutragen, hat schon resigniert. Man werfe nur einen Blick auf die USA: Dort gibt es Staaten, wie etwa Californien, welche ohne die Administration Bush einen Klima-Politisch vernünftigen Weg eingeschlagen haben.
Klima-Schutz kann nur auf kleiner Ebene, Schritt für Schritt, betrieben werden.
Wenn jeder denkt, mein SUV ist bloss ein SUV mehr, dann haben wir plötzlich Tausende von SUVs mehr. Derselbe Gedanke lässt sich auf die Staatengemeinschaft übertragen.
Wenn man die Schweiz immer mit China vergleicht, dann sollte man zwei Dinge berücksichtigen: Erstens produziert ein Schweizer Einwohner gegenüber einem Chinesen ein zigfaches an Klima-schädigenden Gasen. Zweitens ist die Schweiz Teil von Europa – nicht der EU! –, wo nach den USA am meisten Abgase produziert werden. Nun aber machen zum Beispiel Länder wie Deutschland Druck in Richtung Klima-Wirksame Massnahmen.
Die Schweiz gehört zwar nicht zur EU, aber sie atmet die gleiche Luft, wie die europäischen Nachbarstaaten. Es wäre sehr verantwortungslos, wenn wir da nicht mitmachen würden. Es ist falsch, wenn man immer gleich nach China und nach den USA schaut, wir leben in einem europäischen Kontext und an dem gilt es sich zuerst einmal zu orientieren. Das Klima ist keine EU-Angelegenheit. Wenn alle europäischen Staaten, punkto Klima in die selbe Richtung arbeiten, dann ist schon sehr viel getan: So erst entsteht auch die Möglichkeit, Forderungen und Standards gegenüber anderen Erdteilen zu formulieren und durchzusetzen. (Wenn wir in der EU wären könnten wir allerdings an diesen Standards mitarbeiten, und so einen noch wirksameren internationalen Beitrag leisten.)

Die neue CO2-Lenkungsabgabe ist ein erster Anfang; bei den niedrigen Ansätzen: 12 Rappen pro Tonne produziertes C02, glaube ich noch an keine Wirkung. Da wird ein Haushalt mit einer alten Heizung mit max.100 Franken pro Jahr belastet. Das ist vorerst ein Sackgeld.

Bundesamt für Umwelt: CO2-Abgabe
Rechnungsbeispiel
Boll
Mitglied
#23 ° Gesendet: 20.11.2007 10:25 ° Bearbeitet von: Boll
Wenn die EU ihre Emissionen etwas mehr senken würde, müssten wir nix tun.
Die Schweizer lieben nun mal dicke Autos, aber viele können sich grosse SPARSAME Karren leisten (Bsp. Lexus Hybrid RX 300), was in den USA nicht möglich ist, da ihnen die Asche fehlt.


Ausserdem: Ich bin prinzipiell gegen jede Art von neuer Steuer.
agathon
Mitglied
#24 ° Gesendet: 20.11.2007 10:35 ° Bearbeitet von: agathon
@ Boll

Bei der CO2-Abgabe handelt es sich um keine Steuer, sondern um eine Lenkungsmassnahme, mit der der Staat keine zusätzlichen Einnahmen macht.
Bericht in der NZZ

Zweitens sind deine Statements unüberlegt: Lies mal ein paar andere Posts in diesem Thread, z.B. die von seabass.
maverik
Mitglied
#25 ° Gesendet: 20.11.2007 10:45 ° Bearbeitet von: maverik
die schweiz macht viel in sachen umweltpolitik, auch die hochschulen des landes können zahlreiche projekte vorweisen in diesem gebiet.

als besonders herausragend möchte ich die aktionen von bertrand picard erwähnen, der mit spektakulären aktionen auf diese umwelthemen aufmerksam macht, und die schweizer hochschulen unterstützen ihn tatkräftig dabei.
sein neuestes projekt ist der weltumspannende flug mit einem riesigen solarflugzeug. er will damit auf diese umweltenergien aufmerksam machen. die schweizer industrie steht da tatkräftig zur seite.
maverik
Mitglied
#26 ° Gesendet: 20.11.2007 10:46 ° Bearbeitet von: maverik
die schweiz macht viel in sachen umweltpolitik, auch die hochschulen des landes können zahlreiche projekte vorweisen in diesem gebiet.

als besonders herausragend möchte ich die aktionen von bertrand picard erwähnen, der mit spektakulären aktionen auf diese umweltthemen aufmerksam macht, und die schweizer hochschulen unterstützen ihn tatkräftig dabei.
sein neuestes projekt ist der weltumspannende flug mit einem riesigen solarflugzeug. er will damit auf diese umweltenergien aufmerksam machen. die schweizer industrie steht da tatkräftig zur seite.
rlarsson
Mitglied
#27 ° Gesendet: 20.11.2007 11:08
@agathon
Bei der CO2-Abgabe handelt es sich um keine Steuer, sondern um eine Lenkungsmassnahme, mit der der Staat keine zusätzlichen Einnahmen macht.

Darum heisst sie ja Abgabe, gell? Im Hintergrund steckt aber klar eine steuerliche Absicht. Geld will doch verwaltet sein, oder etwa nicht?
Bünzli
Mitglied
#28 ° Gesendet: 20.11.2007 11:40
robbie, die Lenkunsabgabe könnte sogar "Steuer" heissen und wäre keine.

Nicht der Name, sondern die Handhabung ist massgebend.
agathon
Mitglied
#29 ° Gesendet: 21.11.2007 00:28 ° Bearbeitet von: agathon
Ich glaube, grüne Anliegen sind keine Frage mehr des Wollens oder nicht. Die Themen, welche die Grünen seit Jahren immer wieder in Anschlag bringen, sind heute teilweise bereits bittere Tatsachen.

Wenn die Schweiz diese Realitäten verschläft, dann kommt es uns irgendwann teuer zu stehen: Wenn wir den wirtschaftlichen Anschluss in der Öko-Technologie verpassen, diktiert das Ausland die neuen Standards. Und wenn wir uns nicht schon früh auf ein Leben und eine Gesellschaft mit weniger Öl-Verbrauch einstellen, werden wir als Rohstoff-armes Land gänzlich von steigenden Preisen abhängig. Ein Land ohne Rohstoffe muss sich frühzeitig auf deren Knappheit einstellen. Nicht erst dann, wenn alles wirtschaftlich Kopf steht, weil dann fehlt uns das Geld in den Kassen für Anpassungen in grösserem Ausmass.

Wer jetzt ein Minergie-HAus baut ist in 10 bis 20 Jahren der Gewinner. Wer jetzt eine CLEAN-TeCH Firma gründet, hat die Märkte offen vor sich. Wer Stadtwohnungen besitzt kann mittelfristig mit grossen Renditen rechnen. – Dasselbe auf Staatlicher Ebene: Investitionen in die Bahn sind Investitionen in die Zukunft; wer jetzt noch Autobahnen baut, verlocht sein Geld.
gumbyman
Mitglied
#30 ° Gesendet: 21.11.2007 00:32
@lars
Im Hintergrund steckt aber klar eine steuerliche Absicht.
???? Die Kohle wird der Bevölkerung - quasi in bar - zurückerstattet. Was soll das mit einer Steuer zu tun haben?

@Boll
Je teurer der Sprit (bezogen auf die Kaufkraft), desto sparsamer die gekauften Autos - so einfach ist das. Im übrigen ist Gebäudetechnik mindestens ebenso wichtig in dem Zusammenhang, relativ einfach/günstig auf Effizienz zu trimmen und wird auch gemacht - ausser das Öl ist (noch) billiger. Ein weiteres wichtiges Kapitel ist die Fliegerei, da wird wohl der hohe Ölpreis bald etwas Linderung schaffen ;-)

Wie gesagt: besser eine kleine CO2-Abgabe als gar nichts - das soll aber nicht heissen, dass wir damit unsere Hausaufgaben bereits erledigt hätten.

g.
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