Der letzte Teil des Uno-Klima-Berichts wurde vorgestellt.
Die von internationalen Wissenschaftlern ermittelten Fakten sprechen eine klare Sprache:
----------------------------
So schreibt die NZZ:
(ganzer Artikel)
"Keine Zweifel an der Erwärmung
Der Uno-Bericht hält explizit fest, dass sich das Klimasystem unzweifelhaft erwärme. Beobachtungen zeigten auch, dass viele natürliche Systeme auf allen Kontinenten und in den meisten Ozeanen von regionalen Klimaveränderungen, insbesondere einer Erwärmung betroffen seien. Was die Rolle des Menschen angeht, sei es wahrscheinlich (das heisst zu über 66 Prozent gesichert), dass es in den letzten 50 Jahren über allen Kontinenten ausgenommen der Antarktis eine erhebliche durch den Menschen erzeugte Erwärmung gegeben habe.
Die Temperaturerhöhung sei mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent zum grössten Teil vom Menschen durch die Emission von Treibhausgasen erzeugt. Dieser Treibhausgasausstoss sei zwischen 1970 und 2004 um 70 Prozent angestiegen.
Die vom Menschen verursachten Einflüsse hätten zudem mit einer Wahrscheinlichkeit von über 90 Prozent zum Anstieg des Meeresspiegels des letzten Jahrhunderts geführt. […]
Falls auch in Zukunft weiterhin gleich viel oder noch mehr Treibhausgase freigesetzt werden, dürften die Auswirkungen laut den Wissenschaftern im derzeitigen Jahrhundert mit grosser Wahrscheinlichkeit (über 90 Prozent) stärker sein, als jene im 20. Jahrhundert."
----------------------------
Wie lange wollen wir in der Schweiz da noch zusehen? Was braucht es alles noch an Evidenz, bis auch die bürgerlichen Politiker ihre Scheuklappen abnehmen und den Tatsachen ins Gesicht schauen?
Klar ist: Es kann so nicht weiter gehen. So lange aber die bürgerlichen Politiker glauben, dass Ökologie und Ökonomie sich ausschliessen, sehe ich ein grosses Problem auf uns zukommen.
Kurzfristige Profite, persönliche Bereicherungen und Entscheide aufgrund sogenannter wirtschaftlicher Zwänge - sie alle gehen auf Kosten der Allgemeinheit. Das Klima und die Umwelt sind öffentliche Güter, mit denen kleine, aber mächtige Bevölkerungsgruppen ruchlos umgehen.
Es wäre zum Beispiel ein Leichtes, kleinere Autos zu bauen, aber die bringen eben weniger Profit. Hauseigentümer und Vermieter könnten z.B. problemlos effizientere Heizungen einbauen, dafür müssten sie halt vorübergehend auf einen Teil ihrer grossen Renditen verzichten.
Was braucht es noch alles, bis dieses kurzfristige Denken in der Schweiz aufhört?