trotzdem Blog Autor
#5 ° Gesendet: 24.01.2006 17:45 |
Es sei der Klarheit wegen wieder einmal gesagt: Am Passivrauchen sterben 120 bis 150 Menschen p. a. in der Schweiz, sagt das BAG, nimmt die Zahl aber sogleich zurück, wenn man nachfragt, weil die wissenschaftlichen Grundlagen fehlen. Wegen Feinstaubs erleiden rund 3700 SchweizerInnen p.a. einen vorzeitigen Tod, die Zahl ist verbrieft und korreliert mit dem entsprechenden Wert in Deutschland: 65000!
Das BAG behauptet weiter, 8000 RaucherInnen stürben vorzeitig an ihrem Laster, gibt aber zu, dass jeder als am Rauchen gestorben gilt, der mal geraucht hat, unabhängig davon, ob er vielleicht zeitlebens an einer Autobahn wohnte.
Und wir Raucher reagieren empfindlicher auf die Luftverschmutzung, weil unsere Bronchien gereizt sind und die Fibrillen verklebt.
Die Gesamtluftverschmutzung belastet das Gesundheitswesen mit fast
7 Mrd. Franken p.a., sie stammt zu rund der Hälfte vom Verkehr, das heisst, wir subventionieren jedes der in der Schweiz immatrikulierten Motorfahrzeuge mit rund 1000 Franken p.a. aus dem Gesundheitswesen.
Es wundert einen schon, dass das Wort "Luftverschmutzung" auf der BAG-Website nicht einmal auftaucht, man aber millionenschwere Kampagnen gegen das Rauchen fahren kann.
"Raucherkrankheiten" belasten das Gesundheitswesen mit rund 1Mrd. p.a., für die wir Raucher rund hälftig über die KK-Prämien aufkommen. Da aber wie gesagt auch Luftverschmutzungsfolgen vom BAG unter "Raucherkrankheiten" subsummiert werden, dürfte der Betrag tiefer liegen. Ferner tragen wir über 1,5 Mrd. zusätzlich in die AHV, einerseits aus der massiven steuerlichen Belastung des Tabaks, andererseits weil wir freiwillig auf 5 bis 10 Jahre unserer Lebenserwartung verzichten. Wir sind also ein gutes Geschäft - Nichtrauchende, die die letzten 20 Jahre auf einer Pflegestation liegen, kosten ein Vielfaches.
Also, Nichtrauchende: Unterstützt uns, wo ihr könnt, eure Altersvorsorge dankts! |